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Badische
Zeitung vom Donnerstag, 4. November 2004
"Das Leistungsniveau war um einiges
besser als in den Vorjahren"
BZ-INTERVIEW mit dem Verbandsjugendleiter des Oberbadischen
Blasmusikverbandes über die jüngste Leistungsabzeichenprüfung
KIRCHZARTEN (ro). Eine Rekordzahl an Prüflingen trat zur Abnahme des
Jungmusiker-Leistungsabzeichens (JMLA) des Oberbadischen
Blasmusikverbandes in Zusammenarbeit mit der Musikschule Dreisamtal
im Schulzentrum Kirchzarten an. Mit Verbandsjugendleiter Michael
Schönstein unterhielt sich unsere Mitarbeiterin Monika Rombach über
Zahlen und Fakten.
BZ: Für 340 Kinder und Jugendliche galt es, die Daumen zu
drücken; worauf führen Sie die hohe Beteiligung zurück?
Schönstein: Das Interesse am Musizieren im Verein ist nach wie
vor ungebrochen, das besagten 245 Anwärter auf das bronzene und 95
auf das silberne Abzeichen; so viele Anmeldungen hatten wir noch
nie. Was sicher auch mit dem neuen Punktemodell der Abzeichenabnahme
des Verbandes in Verbindung steht. BZ: Wie gestaltete sich
der Prüfungstag in Kirchzarten? Schönstein: Um 8 Uhr begann
zeitgleich für alle Anwärter die theoretische Prüfung. Daran
schlossen sich die Einzelvorspiele der jungen Musiker an. Die Pause
dazwischen nutzten Prüflinge und Zuhörer zum Besuch einer
Fachausstellung. BZ: Fachausstellung in welcher Hinsicht?
Schönstein: Wir streben zu den kommenden Abzeichenprüfungen eine
Art Mini-Musikmesse an. Um dem Nachwuchs für die Vereins-Blasmusik
ein Rundum-Paket an Noten-Hören, Instrumente-Ausprobieren und
Mitmachen bieten zu können. Für den Start in diesem Jahr konnten wir
das Freiburger Musikzentrum Haas, die Musikwerkstatt Peter Steiert
und den DeHaske-Notenverlag gewinnen. Alle verzeichneten
erstaunliche Resonanz, sogar Instrumente wurden spontan gekauft.
Zusätzlich informierte der Blasmusikverband an eigenem Stand. BZ:
Welche Schlussfolgerungen ziehen Sie aus dem Prüfergebnis der
Leistungsabzeichen-Abnahme? Schönstein: Dass wir auf dem
richtigen Weg sind. Es sind dank der neuen Vorbereitungskurse
weniger Kandidaten durchgefallen, vor allem bei den Silberanwärtern,
und das Leistungsniveau war um einiges besser als in den Vorjahren.
Mit einer Quote von elf Prozent derjenigen, die das Abzeichen,
Bronze und Silber gesamt, nicht schafften, liegen wir deutlich unter
den bisherigen Ergebnissen. BZ: Auch bei Ihnen heißt es: Nach
der Abzeichenabnahme ist vor der Abzeichenabnahme. Wann beginnen die
Vorbereitungen für neue Silberabzeichen? Schönstein: Da
Prüfungen im Frühjahr an zwei Terminen stattfinden, gibt es keinen
Vorbereitungskurs. In den Vereinen, die selbst ausbilden, laufen die
Vorbereitungen demnächst an. Für alle Teilnehmer der eintägigen
Herbstprüfungen soll ein Kursbesuch künftig Pflicht werden.
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